Projekte - Beschreibung

 

Raum-zeitliche MobilitÄtsanforderungen als Hemmnis beruflicher Karrieren von Frauen in Wirtschaft und Wissenschaft – Strategien zu ihrer Überwindung

Finanzierung: Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Themenschwerpunkt „Frauen an die Spitze“ des Förderbereichs „Strategien zur Durchsetzung von Chancengleichheit für Frauen in Bildung und Forschung“ und vom Europäischen Sozialfonds (ESF)

Laufzeit: November 2007 bis Februar 2011

Projektleitung: Prof'in em. Dr. Ruth Becker

Projektmitarbeiterinnen + Kontakt: Dipl. Ing. Shih-cheng Lien (November 2007 bis Mai 2009) (shih-cheng.lien@uni-dortmund.de), Dr. Darja Reuschke (November 2007 bis September 2010), Cornelia Tippel (Oktober 2009 bis Februar 2011) (tippel@sfs-dortmund.de)

Das Projekt wird seit Juli 2009 in Zusammenarbeit mit der Sozialforschungsstelle Dortmund (sfs), einer zentralen wissenschaftlichen Einrichtung der TU Dortmund, bearbeitet

Mitarbeiterinnen sfs: Dipl. pol. Ellen Hilf (Leitung des von der sfs bearbeiteten Teilprojekts) (hilf@sfs-dortmund.de), Dipl. geront., M.A. Kerstin Köhler (März 2010 bis September 2010), Dipl. päd. Bärbel Meschkutat (Juli 2009 bis Februar 2011) (meschkutat@sfs-dortmund.de)

Beschreibung/Ziele: Ziel des Projekts ist es, die Bedeutung großräumlicher Mobilitäts- und zeitlicher Flexibilitätsanforderungen aus der Erwerbsarbeit für die berufliche Entwicklung und die private Lebensführung zu untersuchen und dabei die Strategien zu ermitteln, die (insbesondere hochqualifizierte) Frauen (und Männer) zur Lösung potentieller Konflikte zwischen diesen beruflichen Anforderungen und den Anforderungen und Bedürfnissen der privaten Lebensführung entwickeln.

Soll der immer noch bestehende tendenzielle Ausschluss von Frauen aus den Spitzenpositionen von Wirtschaft und Wissenschaft abgebaut werden, dann sind Erkenntnisse über die raum-zeitlichen Konflikte einschließlich der möglichen Lösungsstrategien notwendig, um daraus Handlungsmöglichkeiten für Wirtschaft, Wissenschaft und Politik abzuleiten. Ein Fokus des Projekts liegt deshalb auf der Frage nach den raum-zeitlichen Strategien von Frauen (und im Vergleich dazu von Männern) in verschiedenen Lebenssituationen zur Lösung des tendenziellen Konflikts zwischen beruflichen und privaten raum-zeitlichen Erfordernissen, wobei hier nicht nur die sich aus Partnerschaft und Kindererziehung ergebenden Einschränkungen, sondern der gesamte Komplex des raum-zeitlichen Bezugssystems einbezogen wird. Zum anderen sollen die aktuellen Entwicklungen der Mobilitäts- und Flexibilitätsanforderungen in Wirtschaft und Wissenschaft erfasst und dabei solche Strategien und Maßnahmen herausgearbeitet werden, die die potentiellen Konflikte zwischen den beruflichen Anforderungen und den Bedingungen der privaten Lebensführung entschärfen und es insbesondere (hochqualifizierten) Frauen ermöglichen, ihre erworbenen Qualifikationen erfolgreich in Wirtschaft und Wissenschaft einzusetzen. Ein wichtiger Aspekt ist hierbei der Vergleich der Anforderungen und Strategien in unterschiedlichen Branchen bzw. Disziplinen.

Im Rahmen des Projekts wurden mehrere empirische Erhebungen durchgeführt, bei denen unterschiedliche Verfahren angewandt werden:
1. Eine quantitative Erhebung bei promovierten bzw. habilitierten Ingenieurinnen und Naturwissenschaftlerinnen die an ausgewählten Universitäten in den letzten 10 Jahren in einem natur- oder ingenieurwissenschaftlichen Fach promoviert oder habilitiert haben.
2. Eine standardisierte schriftliche Befragung von zufällig ausgewählten Einwohnerinnen und Einwohnern in drei ausgewählten Großstadtregionen, die entweder in den letzten fünf Jahren von außerhalb der Region zugezogen (Gruppe 1) oder mindestens seit 10 Jahren in dem Ort ansässig sind (Gruppe 2).
3. Leitfadengestützte ExpertInneninterviews mit Vertreterinnen ausgewählter Unternehmen unterschiedlicher Wirtschaftsbranchen, PersonalberaterInnen und Hochschulleitungen zur Bedeutung von räumlicher Mobilität bzw. Residenz für eine hochqualifizierte Tätigkeit.
4. Leitfadengestützte Interviews mit ausgewählten Teilnehmerinnen der Befragung von Naturwissenschaftlerinnen und Ingenieurinnen.
5. Leitfadengestützte Interviews mit ausgewählten Teilnehmerinnen der Bevölkerungsbefragung.

Weitere Informationen zum Projekt siehe www.karriere-und-mobilitaet.eu

Kooperierende Projektpartnerinnen: Prof’in Dr. Heike Solga (WZB): „Gemeinsam Karriere machen“ – Realisierungsbedingungen für Doppelkarrieren in Akademikerpartnerschaften (WZB), http://www.wzb.eu/bal/aam/karriereprojekt.de.htm
PD Dr. Waltraud Cornelißen (DJI): Karriereverläufe von Frauen: Paardynamiken und institutionelle Rahmungen in der Rush Hour des Lebens (DJI), http://www.dji.de/gender

Publikationen: Ruth Becker, Waltraud Cornelißen, Alessandra Rusconi (Hg’innen) (2011): Frauen an die Spitze – was ist zu tun? Handlungsempfehlungen für Wirtschaft, Wissenschaft und Politik

Waltraud Cornelißen, Alessandra Rusconi, Ruth Becker (Hg’innen) (2010): Berufliche Karrieren von Frauen. Hürdenläufe in Partnerschaft und Arbeitswelt. Wiesbaden: VS-Verlag.163 Seiten

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