Projekte - Beschreibung

 

Integration von Gender-Aspekten bei der EinfÜhrung und Akkreditierung gestufter StudiengÄnge

Finanzierung: Gefördert vom: Ministeriums für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie (MIWFT) des Landes Nordrhein-Westfalen, HWP-Programm, Fachprogramm Chancengleichheit

Laufzeit: Oktober 2005 bis Mai 2006

Projektleitung: Prof. Dr. Ruth Becker

Projektmitarbeiterin: Dr. Bettina Jansen-Schulz, Dr. Beate Kortendiek , Dr. Gudrun Schäfer

Beschreibung/Ziele: Für die Umstellung der Studiengänge auf Bachelor-/Master-Abschlüsse im Zuge der Internationalisierung der Hochschulsysteme und der Umwandlung nationaler Hochschulsysteme in einen einheitlichen Hochschulraum Europa stellt die Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit eine besondere Herausforderung dar. Im „Berliner Kommuniqué“ (2003) der europäischen BildungsministerInnen heißt es in der Präambel, dass soziale Ungleichheiten aufgrund des Geschlechtes abzubauen seien. Die Umsetzung dieser Zielsetzung kann nur gelingen, wenn der Abbau sozialer und geschlechtsspezifischer Ungleichheit nicht nur auf internationaler und nationaler Ebene, sondern auf Grund des föderalen Systems der Bundesrepublik Deutschland auch auf der Ebene der Bundesländer eine zentrale Zielsetzung wird. Statt Geschlechtergerechtigkeit zu fördern, könnte der Bologna-Prozess, wenn er nicht im Sinne des Gender Mainstreaming Konzeptes begleitet wird, gegenteilig wirken und zur Verfestigung von Geschlechtersegregation beitragen. Auf der Grundlage einer Bestandsaufnahme und eigener Erhebungen über Ansätze zur Integration von Gender-Aspekten bei der Entwicklung, Akkreditierung und Umsetzung gestufter Studiengänge werden konkrete Handlungsempfehlungen und Handreichungen zur Integration von Gender-Aspekten und damit zur Förderung der Geschlechtergerechtigkeit bei der Entwicklung, Akkreditierung und Durchführung gestufter Studiengänge vorgelegt. Die Handlungsempfehlungen und Handreichungen sollen und können den Diskussionsprozesse in den Hochschulen und in und mit den Akkreditierungsagenturen über die im jeweiligen Studiengang, an der jeweiligen Hochschule angemessenen Strategien, Maßnahmen und Konzepte zur Integration von Gender-Aspekten und zur Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit in gestuften Studiengängen nicht ersetzen. Ziel des Projekts ist es vielmehr, diesen Diskussionsprozess durch Hinweise auf erfolgreich praktizierte Ansätze der Hochschulen, auf Erkenntnisse der hochschulebezogenen und bildungspolitischen Geschlechterforschung zu den Kriterien eines geschlechtergerechten Studienganges sowie durch eine Zusammenstellung der fachübergreifenden und fachspezifischen Ansätze der Frauen- und Geschlechterforschung in unterschiedlichen Studiengängen zu unterstützen.

VerÖffentlichungen:
Ruth Becker, Bettina Jansen-Schulz, Beate Kortendiek, Gudrun Schäfer (2007): Gender-Aspekte bei der Einführung und Akkreditierung gestufter Studiengänge - eine Handreichung. 2., erweiterte Auflage, cews,public.no 9. 360 Seiten
Ruth Becker, Bettina Jansen-Schulz, Beate Kortendiek, Gudrun Schäfer (2007): Gender-Aspekte bei der Einführung gestufter Studiengänge. Maßnahmen zur Integration von Gender-Aspekten in gestufte Studiengänge. In: Quer denken lesen, schreiben. Herausgegeben vom Frauenrat der Alice Salomon Fachhochschule Berlin für Soziale Arbeit, Gesundheit, Erziehung und Bildung. S. 4-20
Ruth Becker, Bettina Jansen-Schulz, Beate Kortendiek, Gudrun Schäfer (2007): Gender-Aspekte bei der Einführung und Akkreditierung gestufter Studiengänge. In: Anne Dudeck, Bettina Jansen-Schulz (Hrsg.): Zukunft Bologna? Gender und Nachhaltigkeit als Leitideen für eine neue Hochschulkultur. Frankfurt/main u.a., S. 329-356, Vorabdruck in Forum Wissenschaft 3/2007 und 4/2007
Ruth Becker, Beate Kortendiek (2007): Werden Frauen durch den Bologna-Prozess benachteiligt? Kriterien eines geschlechtergerechten Studiengangs. In: Personalführung 4/2007, S. 34-45
Ruth Becker, Bettina Jansen-Schulz, Beate Kortendiek, Gudrun Schäfer (2006): Gender-Aspekte bei der Einfürhung und Akkreditierung gestufter Studiengänge – Kurzfassung. Journal Netzwerk Frauenforschung Heft 21, Dortmund, S. 21-32

Navigation überspringen